Yangshuo – das bessere Guilin

Urlaub machen ist schon was Tolles oder? Ich fasse es nicht, dass diese Zeit bald vorbei ist und wir wieder in die ernsten, deutschen Gepflogenheiten zurück müssen. Aber alles hat ein Ende und um dieses Ende doch nochmal etwas schöner zu gestalten, haben wir uns gedacht, da muss noch ein kleiner Trip drin sein.

Japan und Südkorea stand zur Debatte, aber Südkorea haben mich die Strände und auch die Unterkünfte nicht überzeugt und Japan, heiliger Mist ist Japan um diese Zeit teuer – wenn man nicht auf jeglichen Komfort verzichten möchte und sich dann auch noch was zu essen leisten will!!! Und jetzt bin ich froh, dass wir das mit Japan gelassen haben…die berüchtigte Kirschblütezeit in voller Pracht zu erwischen stellt sich sowieso als schier unmöglich dar…außer man bucht gar nicht im Voraus und steigt dann einfach in den nächstbesten Flieger, sobald die Blüten sprießen. Und die Japaner sind dafür bekannt weit im Voraus zu buchen, weshalb zu der Zeit als ich geschaut habe auch nichts Preis-Leistungs-Verhältnis-mäßiges mehr frei war…da kommen dann so lustige Sachen zu Stande wie „ihr Reiseziel ist zu diesem Zeitpunkt zu 99 % ausgebucht“….whaaat??!??

Außerdem wollten wir sowieso auch noch nach Guilin fahren. Die Provinz Guangxi ist nämlich wie auch die Yunnan Provinz für ihre malerische Landschaft bekannt. Der durch Guilin fließende Fluss Li ist mit seinen sich umspielenden Bergen auch bildlich auf dem 20 RMB Schein abgebildet. Was auch der Grund dafür sein sollte, warum viele Touristen auch einfach in Guilin bleiben, wenn sie dort mit dem Flugzeug landen. Ich habe im Vorfeld mal wieder sehr viele Unterkünfte abgecheckt und festgestellt, dass ich nicht in Guilin bleiben möchte, zu hässlich, zu städtisch, zu groß, zu teuer und so weiter und so fort.

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Dann bin ich auf Yangshuo gestoßen, nur ca. 80 min. Autofahrt vom Flughafen in Guilin entfernt. Perfekt! Noch nicht zu weit weg, aber schon „etwas“ kleiner. Ich betone hier „etwas“, denn viele (wie auch ein anderes Pärchen aus Frankreich) denken dabei an eine Art kleines Fischerdörfchen….aber es wäre nicht China, wenn Yangshuo nicht auch schon ca. 310.000 Einwohner (Stand 2004!!!)  zählen würde.

Aber, unser „Hotel“ war dafür tatsächlich in einem ca. 5 km entfernten kleinen Dörfchen, in dem wahrlich die Zeit stehen geblieben ist. Ich sag nur, Acker pflügen mit Wasserbüffeln!

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Es war fabelhaft…ihr fragt euch aber sicher warum ich jetzt das Wort Hotel auch schon wieder in Gänsefüsschen gepackt habe…immer diese Gänsefüsschen…für einen Reisebericht aus China braucht man halt aber auch nunmal viele Anführungszeichen. Denn…in China ist es nunmal anders als überall anderswo 😉

Es war also mehr ein Hostel…aber das hat man ja auch vorher schon auf den Bildern und der Beschreibung gemerkt, dass es kein richtiges Hotel ist, sonst hätte ich es ja auch nicht gebucht. Denn ihr erinnert euch an meine zahlreichen Schimpftiraden, wenn wir mal tatsächlich in einem angeblichen vier oder fünf Sterne Hotel absteigen mussten…

Wir Europäer sind aber auch verzogene Geschöpfe!

Naja, egal…auf jeden Fall, war die Unterkunft wirklich wieder toll für chinesische Verhältnisse. Zum Frühstück gab es sogar auch Pancakes…die Pizza war…naja, den englischen Touris hat’s geschmeckt…ich nenne sowas einfach nur Fertig-Pizza…als einmal der Koch nicht da war und wir was essen wollten, haben sie auch gesagt, sie können nur sowas einfaches machen, wie Rührei, Pizza oder Pasta!!! So viel zum westlichen Essen in chinesischen Unterkünften. Ich konnte Stefan dann wieder ganz schnell davon überzeugen wieder mehr asiatisch essen und somit war das Thema dann auch erledigt.

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Chinesisches Frühstück
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Traditional dish – Fisch in Biersoße – wirklich lecker 🙂

Die Matratzen in China sind meist auch unglaublich hart – aber im Hotel die war schon mal weicher, als die worauf ich jetzt hier in der Air-BNB Wohnung in Shanghai sitze. Also auch nicht großartig zum meckern.

Und die Lage war sowieso ein Traum, nur Äcker und Berge vom Balkon aus zu sichten! Balkon!!! In China auch Luxus…und das auch noch mit sauberer Landluft in Kombination! Großartig! Ja…man freut sich wieder über die kleinen Dinge, wie einfach mal tief durchatmen können.

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Was haben wir gemacht? Wir haben auf die ganzen Höhlen, gemauerten Touristen-Wanderwege, Reisetrassen, Teeplantagen und sonstigen Zeugs geschissen und sind jeden Tag selbst mit E-Roller oder Fahrrad durch die Natur getuckert und haben es einfach nur genossen.

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OK…zwei kleine Touri-Sachen mussten sein, die Bambus-Floss-Fahrt auf dem Yulong River und eine Cormorant Fishing Show.

Wtf ist Cormorant Fishing? Dabei handelt es sich um das Fischen mit Hilfe von den Kormoran-Vögeln. Uralte Technik, die heutzutage – glaube ich – nur noch als Touristenattraktion verkauft wird. Ich weiß nicht, warum ich immer noch denke mich zu solchem Zeugs hingezogen zu fühlen. Egal ob Elefantenreiten, Äffchen streicheln oder eben das heutige Kormoran-Fischen…es müsste eigentlich nicht mehr sein und mir tun die Tiere schlicht und einfach am Ende dann doch immer nur leid. Ich hoffe, im nächsten Urlaub umgehe ich alles was mit Tieren zu tun hat.

Außerdem war das grottenschlecht organisiert und wir sind schon mal viel zu spät los gefahren, es war eigentlich schon stockdunkel…

So sieht das aus, wenn die Fischer vor einer professionellen Kamera shooten

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So…sieht das Ganze aus, wenn es bereits stockdunkel ist und man nur sein Handy zum fotografieren dabei hat 😀

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Super oder? NICHT!!! Ok, dieser Ausflug war echt ein Griff ins Klo…und wie gesagt…am Ende haben mir einfach wieder nur die Tiere Leid getan…auch wenn es beeindruckend ist, dass die Vögel so eine starke Bindung zu ihrer Bezugsperson entwickeln, dass sie auf Kommando fischen und auch nicht einfach weg fliegen…in China handelt es sich bei den Vögeln übrigens auch lange nicht mehr um Wildfänge, sie werden heutzutage einfach gezüchtet. Was ich auch etwas grausam finde ist der Halsring, den manche Vögel umhaben…ich denke der verhindert, das nicht doch mal ein gefangener Fisch im Magen des Vogels verschwindet, sondern wirklich alle Fänge brav auf dem Boot des Fischers wieder ausgespuckt werden. Wikipedia sagt, dass in Japan eine Fangleistung von bis zu 150 Fischen pro Stunde beobachtet wurde…schon irgendwie beeindruckend.

Aber zurück zu den Highlights – die Natur ❤ unschlagbar…

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Das Schönste war wirklich einfach frei mit dem Roller rum zu düsen. Auch wenn mir die „Wege“ oftmals echt zu holprig waren und ich absteigen musste…aber dann hat man auch endlich mal wieder Zeit Bilder zu machen, was ja auch wichtig ist 😉

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Stefan in Huangshan

Da denkt man, man ist topfit und hat auch nicht mit Jetlag zu kämpfen und dann kommt am Wochenende eine Magen-Darm-Erkrankung angeschlichen. Es war nicht allzu schlimm und Stefan ist auch verschont geblieben, aber mit den bisherigen Erkundungen hat es sich meinerseits erstmal in Grenzen gehalten.

Ich will euch auch gar nicht weiter mit sowas lästig menschlichem langweilen…wir wollen uns lieber etwas magischerem zuwenden. Ihr wisst ja, dass wir mit Katja letztes Jahr schon mal in den Huangshan Mountains waren. Leider konnten wir dieses einzigartige Gebirge zu dem Zeitpunkt nicht besteigen, da es aus Kübeln geschüttet hatte.

Stefan war aber in der Zwischenzeit immer mal wieder alleine in China und auch wenn er die meiste Zeit damit verbracht hat, mich zu vermissen – selbstverständlich – hat er auch ein Wochenende für einen erneuten Trip mit seinem Praktikanten im Huangshan Gebirge verbracht und ein paar wundervolle Bilder mitgebracht.

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Fazit unseres chinesischen Urlaub’s

„Ihr seid verrückt“ war die Aussage eines chinesischen Kollegen, als Stefan in der Arbeit erzählte, dass wir über die Golden Week innerhalb China’s Urlaub machen wollen. Ich muss zugeben, mir war beim Buchen auch ein bisschen mulmig und ich hatte Angst…vor Szenen wie dieser hier…

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Tigersprungschlucht

Wer diesen Ort besucht, soll verändert zurück kommen. Ich muss sagen, für mich trifft das irgendwie ein bisschen zu. Wandern soll ja grundsätzlich sehr befreiend sein, beziehungsweise eigentlich jegliche Art von körperlicher Betätigung tut unseren Körpern und eben auch dem Geist gut. Das gestern war trotzdem ein bisschen anders, ich habe nicht einmal an etwas anderes gedacht. Wir sind einfach den Berg runter zur Schlucht gewandert, sind da noch ein bisschen herum gestiegen und anschließend alles wieder zurück nach oben gegangen. Und ich war gedanklich nicht einmal irgendwo anders….

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Ankommen

Wenn man sich auf Reisen sofort angekommen fühlt, sobald man sein Hostel und dann Zimmer betritt, hat man alles richtig gemacht. Ich muss sagen, ich bin froh, dass ich im Vorfeld wie eine verrückte unzählige Hostel’s, Inn’s und sonstige Unterkünfte checke…denn bisher bin ich noch nie enttäuscht worden. Der Plan sich immer gut vorzubereiten zahlt sich also jedes mal aus.

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Wanderlust Award – Eine Nominierung

Die wunderbare Elisa hat mich zum Wanderlust Award nominiert. Vielen Dank dafür, ich freue mich sehr!

Die Regeln:

  1. Danke und verlinke den Blogger, der dich nominiert hat.
  2. Kopiere den Award (Logo, Regeln und Fragen) und füge sie auf deinem Blog ein.
  3. Beantworte die Fragen und nominiere 5 weniger bekannte Reise- oder Au Pair Blogs, die mehr Aufmerksamkeit und Follower verdienen.
  4. Denke daran, die Blogger auf ihre Nominierung aufmerksam zu machen.

Die Fragen:

  1. Wohin wirst du gehen und/oder wo bist du aktuell?
  2. Was ist dein bisheriger Lieblingsplatz weltweit gesehen?
  3. Wer ist die interessanteste Person, die du bisher kennengelernt hast?
  4. Was ist dein wichtigster Reisegegenstand?
  5. Wie hat sich deine Verwandschaft bezüglich deiner Reise gefühlt/wird sich fühlen?
  6. In wie vielen Ländern warst du?
  7. Wie dokumentierst du deine Reise?
  8. Was sind deine absoluten Reiseziele in einer Nominierung von #1-#3?
  9. Was würdest du machen, wenn du nicht arbeiten müsstest?
  10. Wie würdest du dich selber mit drei Worten beschreiben?

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Bestes Café in Neuburg

Neuburg an der Donau. Ab und zu, treibt man sich als Sandizeller/Schrobenhausener auch da herum. Ist ja auch gar nicht mal so schlecht, unser Neuburg.

Es hat ein tolles Schloss mit schöner, winzig kleiner, aber schöner Altstadt. Und genau dort oben, beim Schloss, direkt neben dem Theater befindet sich das wohl Beste Café der Stadt. Das Kate – Café am Theater.

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