Fünfmaliges Glück aus Suzhou

Suzhou wird wegen seiner Kanäle auch gerne mal als Venedig des Ostens bezeichnet. Es liegt ungefähr 100 km nordwestlich von Shanghai und ist deshalb wunderbar für einen Tagesausflug von dort geeignet. Die Stadt ist ungefähr 2.500 Jahre alt…bekannt für seine Brücken, Kanäle, klassischen Gärten und nach wie vor führend in der Seidenproduktion.

Wir waren im Zhuōzhèng yuán – dem Humple Administrator’s Garden, der 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde. Da wir Samstag’s dort waren, befanden sich dort natürlich dementsprechend viele Menschen, aber es hielt sich trotzdem in Grenzen und wir hatten auch endlich mal einen Guide dabei, der uns auch viel über die chinesische Kultur und die Geschichte des Gartens und dessen „Erschaffer“ erzählt hat. 

Wang Xiancheng hat dieses Projekt 1513 begonnen. Er war quasi ein typischer „Aussteiger“, wollte dem strengen Alltag eines kaiserlichen Beamten entfliehen und sich eine eigene, in sich ruhende Welt erschaffen. Was macht man also in China mit dem nötigen Kleingeld in der Tasche? Richtig, man lässt sich einfach mal einen 5,6 Hektar großen Garten errichten. Ganz nach Feng Shui und Yin&Yang.

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Fledermäuse werden seit der mittleren und späteren Qing-Dynastie als Glückssymbole verwendet – und das vielleicht auch nur weil ihr chinesisches Zeichen Fledermaus 蝠, fú genau so wie das Wort Glück福, fú klingt. Fünf Fledermäuse – so wie hier auf dem Bild – stehen für die fünf Glückseligkeiten, die auch für uns im Westen wünschenswert wären….Gesundheit, langes Leben, Tugendhaftigkeit, Reichtum und ein schneller natürlicher Tod.

Nach dem Spaziergang im Garten ging es weiter in einer der Wasserstädte von Suzhou zur Shantung Street. Zuerst mit einer kleinen Bootsfahrt auf dem Kaiserkanal, welcher die längste von Menschen geschaffene Wasserstraße der Welt ist. 1800 km lang und 40 m breit. Man kann darauf quasi von Suzhou nach Peking schippern, vorausgesetzt man hat allein für die Anreise drei Monate Zeit 😉

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Nach der Kanalfahrt war dann noch Zeit für ein bisschen Sightseeing und Shopping.

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Vorführung einer traditionellen Tee-Zeremonie

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Mein persönliches Lieblingsbild – ein konzentrierter Künstler hinter den Scheiben seines Ladens

Und was wäre ein Ausflug in China nur ohne das Essen – traditionelles Suzhou Food in einem tollen Restaurant mit Atmosphäre und Life-Musik…

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Stefan in Huangshan

Da denkt man, man ist topfit und hat auch nicht mit Jetlag zu kämpfen und dann kommt am Wochenende eine Magen-Darm-Erkrankung angeschlichen. Es war nicht allzu schlimm und Stefan ist auch verschont geblieben, aber mit den bisherigen Erkundungen hat es sich meinerseits erstmal in Grenzen gehalten.

Ich will euch auch gar nicht weiter mit sowas lästig menschlichem langweilen…wir wollen uns lieber etwas magischerem zuwenden. Ihr wisst ja, dass wir mit Katja letztes Jahr schon mal in den Huangshan Mountains waren. Leider konnten wir dieses einzigartige Gebirge zu dem Zeitpunkt nicht besteigen, da es aus Kübeln geschüttet hatte.

Stefan war aber in der Zwischenzeit immer mal wieder alleine in China und auch wenn er die meiste Zeit damit verbracht hat, mich zu vermissen – selbstverständlich – hat er auch ein Wochenende für einen erneuten Trip mit seinem Praktikanten im Huangshan Gebirge verbracht und ein paar wundervolle Bilder mitgebracht.

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Tigersprungschlucht

Wer diesen Ort besucht, soll verändert zurück kommen. Ich muss sagen, für mich trifft das irgendwie ein bisschen zu. Wandern soll ja grundsätzlich sehr befreiend sein, beziehungsweise eigentlich jegliche Art von körperlicher Betätigung tut unseren Körpern und eben auch dem Geist gut. Das gestern war trotzdem ein bisschen anders, ich habe nicht einmal an etwas anderes gedacht. Wir sind einfach den Berg runter zur Schlucht gewandert, sind da noch ein bisschen herum gestiegen und anschließend alles wieder zurück nach oben gegangen. Und ich war gedanklich nicht einmal irgendwo anders….

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Ankommen

Wenn man sich auf Reisen sofort angekommen fühlt, sobald man sein Hostel und dann Zimmer betritt, hat man alles richtig gemacht. Ich muss sagen, ich bin froh, dass ich im Vorfeld wie eine verrückte unzählige Hostel’s, Inn’s und sonstige Unterkünfte checke…denn bisher bin ich noch nie enttäuscht worden. Der Plan sich immer gut vorzubereiten zahlt sich also jedes mal aus.

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Xi’an

Xi’an ist schwierig. Vor allem wenn man in China wohnt, denn dort gibt es nichts, was einen noch überrascht oder faszinieren könnte.

Falls man jedoch unbedingt einmal die Terrakotta-Armee live betrachten möchte, wäre es eine Anreise wert. Danach könnte man noch in dem muslimischen Viertel verweilen. Doch mehr Zeit muss man dort auch nicht unbedingt verbringen. Gerade wenn man schon in anderen (schöneren) Städten Chinas war, kann einen hier so rein gar nichts mehr überraschen. Zudem ist das Taxi-Fahren teurer und die Menschen dort waren mir komischerweise auch nicht so sympathisch wie im Rest des Landes.

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Huangshan

In China sollte man sich UNBEDINGT mal von Peking und Co. wegbewegen. Raus aufs Land heißt die Devise. Dort gibt es noch unzählige „ancient villages“, Reisfelder, Berge, Seen, wunderschöne Landschaften und man scheint endlich in dem China angekommen zu sein, dass einem aus Mulan und alten Kung-Fu Filmen bekannt zu sein scheint.

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Simatai

Ein neues Urlaubsparadies für Chinesen – endlich hat der Staat gemerkt, dass man nicht nur Betonbunker um sich herum bauen kann. Der Mensch – auch der Chinese – braucht gelegentlich auch Natur und Erholung. Und das kann man nun definitiv in Simatai machen…

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Shanghai

Shanghai – mein liebes Shanghai! Wir durchlebten Höhen und Tiefen, aber ich liebe dich nach wie vor…

Shanghai ist meine persönliche Lieblings-Großstadtmetropole in China. Ich kann es gar nicht genau erklären warum, aber wahrscheinlich liegt es daran, dass die Stadt an sich grüner und schöner ist. Es gibt noch nicht so viele alte, abgeranzte Hochhäuser und alles wirkt irgendwie hipp und kunstvoll. Die Stadt ist jung und schön. Sie hat nicht so viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie ihre Geschwister, aber dafür besticht Shanghai mit ihrem ganz besonderen Charme und Stil.

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Peking

Peking ist alt, Peking ist schön und dann wiederum doch nicht. Es gibt viele alte, marode Hochhäuser, die das Stadtbild nicht unbedingt verschönern. Es ist sehr hektisch, U-Bahn fahren gleicht einem zweistündigen Fitness-Workout und Taxi fahren kann man eigentlich auch nur so richtig, wenn man eine Map dabei hat, einigermaßen aussprechen kann, wo man hin will und bestenfalls noch selbst das Navi mit dazu einschalten kann. Von einem Ausflugsziel zum nächsten zu laufen? Vergesst es, vergesst die Maßstäbe von München, Salzburg oder Rom! Es ist alle riesig und ihr müsst euch vorher im Klaren darüber sein, was ihr wie sehen wollt. Einfach mal drauf los laufen? In China bitte ganz streichen – ihr werdet sonst riesig enttäuscht…

Also, warum Peking?

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