Das Ende

Heute ist der letzte Tag. Der letzte Tag hier in Tianjin. Oh man…gar nicht so einfach jetzt was zu schreiben. Aber ich hab gerade eine Pause vom Packen und Ausräumen gemacht und als ich da so auf der Couch saß, ist mir viel durch den Kopf gegangen und ich dachte – Hey, es scheint der perfekte Zeitpunkt für einen letzten Blogeintrag aus China zu sein.

Damn it! Das hört sich echt so furchtbar an. Bei einem letzten Cocktail mit einer Bekannten hier, haben wir auch darüber geredet, dass es tausende Berichte über das Auswandern gibt, aber nur sehr wenige darüber, wie sich die Leute fühlen, wenn sie wieder zurück in die Heimat gehen.

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Yangshuo – das bessere Guilin

Urlaub machen ist schon was Tolles oder? Ich fasse es nicht, dass diese Zeit bald vorbei ist und wir wieder in die ernsten, deutschen Gepflogenheiten zurück müssen. Aber alles hat ein Ende und um dieses Ende doch nochmal etwas schöner zu gestalten, haben wir uns gedacht, da muss noch ein kleiner Trip drin sein.

Japan und Südkorea stand zur Debatte, aber Südkorea haben mich die Strände und auch die Unterkünfte nicht überzeugt und Japan, heiliger Mist ist Japan um diese Zeit teuer – wenn man nicht auf jeglichen Komfort verzichten möchte und sich dann auch noch was zu essen leisten will!!! Und jetzt bin ich froh, dass wir das mit Japan gelassen haben…die berüchtigte Kirschblütezeit in voller Pracht zu erwischen stellt sich sowieso als schier unmöglich dar…außer man bucht gar nicht im Voraus und steigt dann einfach in den nächstbesten Flieger, sobald die Blüten sprießen. Und die Japaner sind dafür bekannt weit im Voraus zu buchen, weshalb zu der Zeit als ich geschaut habe auch nichts Preis-Leistungs-Verhältnis-mäßiges mehr frei war…da kommen dann so lustige Sachen zu Stande wie „ihr Reiseziel ist zu diesem Zeitpunkt zu 99 % ausgebucht“….whaaat??!??

Außerdem wollten wir sowieso auch noch nach Guilin fahren. Die Provinz Guangxi ist nämlich wie auch die Yunnan Provinz für ihre malerische Landschaft bekannt. Der durch Guilin fließende Fluss Li ist mit seinen sich umspielenden Bergen auch bildlich auf dem 20 RMB Schein abgebildet. Was auch der Grund dafür sein sollte, warum viele Touristen auch einfach in Guilin bleiben, wenn sie dort mit dem Flugzeug landen. Ich habe im Vorfeld mal wieder sehr viele Unterkünfte abgecheckt und festgestellt, dass ich nicht in Guilin bleiben möchte, zu hässlich, zu städtisch, zu groß, zu teuer und so weiter und so fort.

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Dann bin ich auf Yangshuo gestoßen, nur ca. 80 min. Autofahrt vom Flughafen in Guilin entfernt. Perfekt! Noch nicht zu weit weg, aber schon „etwas“ kleiner. Ich betone hier „etwas“, denn viele (wie auch ein anderes Pärchen aus Frankreich) denken dabei an eine Art kleines Fischerdörfchen….aber es wäre nicht China, wenn Yangshuo nicht auch schon ca. 310.000 Einwohner (Stand 2004!!!)  zählen würde.

Aber, unser „Hotel“ war dafür tatsächlich in einem ca. 5 km entfernten kleinen Dörfchen, in dem wahrlich die Zeit stehen geblieben ist. Ich sag nur, Acker pflügen mit Wasserbüffeln!

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Es war fabelhaft…ihr fragt euch aber sicher warum ich jetzt das Wort Hotel auch schon wieder in Gänsefüsschen gepackt habe…immer diese Gänsefüsschen…für einen Reisebericht aus China braucht man halt aber auch nunmal viele Anführungszeichen. Denn…in China ist es nunmal anders als überall anderswo 😉

Es war also mehr ein Hostel…aber das hat man ja auch vorher schon auf den Bildern und der Beschreibung gemerkt, dass es kein richtiges Hotel ist, sonst hätte ich es ja auch nicht gebucht. Denn ihr erinnert euch an meine zahlreichen Schimpftiraden, wenn wir mal tatsächlich in einem angeblichen vier oder fünf Sterne Hotel absteigen mussten…

Wir Europäer sind aber auch verzogene Geschöpfe!

Naja, egal…auf jeden Fall, war die Unterkunft wirklich wieder toll für chinesische Verhältnisse. Zum Frühstück gab es sogar auch Pancakes…die Pizza war…naja, den englischen Touris hat’s geschmeckt…ich nenne sowas einfach nur Fertig-Pizza…als einmal der Koch nicht da war und wir was essen wollten, haben sie auch gesagt, sie können nur sowas einfaches machen, wie Rührei, Pizza oder Pasta!!! So viel zum westlichen Essen in chinesischen Unterkünften. Ich konnte Stefan dann wieder ganz schnell davon überzeugen wieder mehr asiatisch essen und somit war das Thema dann auch erledigt.

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Chinesisches Frühstück
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Traditional dish – Fisch in Biersoße – wirklich lecker 🙂

Die Matratzen in China sind meist auch unglaublich hart – aber im Hotel die war schon mal weicher, als die worauf ich jetzt hier in der Air-BNB Wohnung in Shanghai sitze. Also auch nicht großartig zum meckern.

Und die Lage war sowieso ein Traum, nur Äcker und Berge vom Balkon aus zu sichten! Balkon!!! In China auch Luxus…und das auch noch mit sauberer Landluft in Kombination! Großartig! Ja…man freut sich wieder über die kleinen Dinge, wie einfach mal tief durchatmen können.

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Was haben wir gemacht? Wir haben auf die ganzen Höhlen, gemauerten Touristen-Wanderwege, Reisetrassen, Teeplantagen und sonstigen Zeugs geschissen und sind jeden Tag selbst mit E-Roller oder Fahrrad durch die Natur getuckert und haben es einfach nur genossen.

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OK…zwei kleine Touri-Sachen mussten sein, die Bambus-Floss-Fahrt auf dem Yulong River und eine Cormorant Fishing Show.

Wtf ist Cormorant Fishing? Dabei handelt es sich um das Fischen mit Hilfe von den Kormoran-Vögeln. Uralte Technik, die heutzutage – glaube ich – nur noch als Touristenattraktion verkauft wird. Ich weiß nicht, warum ich immer noch denke mich zu solchem Zeugs hingezogen zu fühlen. Egal ob Elefantenreiten, Äffchen streicheln oder eben das heutige Kormoran-Fischen…es müsste eigentlich nicht mehr sein und mir tun die Tiere schlicht und einfach am Ende dann doch immer nur leid. Ich hoffe, im nächsten Urlaub umgehe ich alles was mit Tieren zu tun hat.

Außerdem war das grottenschlecht organisiert und wir sind schon mal viel zu spät los gefahren, es war eigentlich schon stockdunkel…

So sieht das aus, wenn die Fischer vor einer professionellen Kamera shooten

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So…sieht das Ganze aus, wenn es bereits stockdunkel ist und man nur sein Handy zum fotografieren dabei hat 😀

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Super oder? NICHT!!! Ok, dieser Ausflug war echt ein Griff ins Klo…und wie gesagt…am Ende haben mir einfach wieder nur die Tiere Leid getan…auch wenn es beeindruckend ist, dass die Vögel so eine starke Bindung zu ihrer Bezugsperson entwickeln, dass sie auf Kommando fischen und auch nicht einfach weg fliegen…in China handelt es sich bei den Vögeln übrigens auch lange nicht mehr um Wildfänge, sie werden heutzutage einfach gezüchtet. Was ich auch etwas grausam finde ist der Halsring, den manche Vögel umhaben…ich denke der verhindert, das nicht doch mal ein gefangener Fisch im Magen des Vogels verschwindet, sondern wirklich alle Fänge brav auf dem Boot des Fischers wieder ausgespuckt werden. Wikipedia sagt, dass in Japan eine Fangleistung von bis zu 150 Fischen pro Stunde beobachtet wurde…schon irgendwie beeindruckend.

Aber zurück zu den Highlights – die Natur ❤ unschlagbar…

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Das Schönste war wirklich einfach frei mit dem Roller rum zu düsen. Auch wenn mir die „Wege“ oftmals echt zu holprig waren und ich absteigen musste…aber dann hat man auch endlich mal wieder Zeit Bilder zu machen, was ja auch wichtig ist 😉

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Thai-Hähnchen mit Kokos-Zitronen-Sauce

Meine Lieben,

endlich gibts wieder eine Eigenkreation von mir in Sachen Food…ist das lange her…oder?

Ich liebe es selbst Curry zu zubereiten (ist ja auch einfach mit dementsprechenden Curry-Pasten) und als wir letztens weg waren, sind wir als große Gruppe vorher zum Thailänder gegangen und haben uns durch alle möglichen Gerichte probiert. Unter anderem haben wir auch eine Kokos-Zitronengras-Suppe gekostet und ich war ehrlich hin und weg.

Gestern habe ich mir dann gedacht, ich könnte doch mal versuchen einen ähnlichen Geschmack hin zu bekommen und ich muss sagen, es war wirklich sehr authentisch thailändisch und wahnsinnig lecker!!!

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