Die Macht von Bildung

„Erst wenn dir jemand deine Stifte wegnimmt, merkst du, wie wichtig Schuldbildung ist.“

„Bildung ist Bildung. Wir sollten alles lernen und dann selbst entscheiden, welchen Weg wir einschlagen wollen. Bildung ist weder islamisch noch westlich, Bildung ist menschlich.“

Das sind Zitate aus Ich bin Malala, geschrieben von Malala Yousafzai mit Hilfe von Christina Lamb.

Es ist eine unglaublich, bewegende Geschichte. Das schlimme daran ist, dass es nicht erfunden ist, sondern pure Realität. Ich habe dieses Buch beim Stöbern in der Bücherei entdeckt und mich geärgert, dass ich damals (2013) nichts davon mitbekommen habe. Doch jetzt halte ich es in der Hand und obwohl es spannend ist, muss ich es manchmal weglegen und etwas leichter verdauliches lesen. Es ist einfach schwerer Stoff…

Ich merke schnell, dass die Thematik an Aktualität nichts einbüßt. Menschen lernen so wenig aus Vergangenem und somit könnte man auch meinen, es sei gestern erst von Malala geschrieben worden.

Aber wer ist dieses Mädchen überhaupt?

Malala wurde 1997 im Swat-Valley in Pakistan geboren. Bis sie elf Jahre alt war, führte sie ein normales Leben. Doch an dem Tag, als die Taliban die Herrschaft über ihre Heimat übernahm, änderte sich alles. Ein Verbot jagte das nächste, besonders die Frauen sollten dies und das nicht mehr tun. Öffentliche Hinrichtungen waren keine Seltenheit mehr.

Von ihrem Vater, der gegen den Willen der Taliban eine Schule leitete, wurde sie stets unterstützt und dazu ermutigt sich für die Rechte von Frauen einzusetzen.

Malala ist ein Mädchen, dass mit ihrer Familie durch die Hölle ging. Festgehalten hat sie die Erlebnisse auf einem Tagebuch-Blog. Als die Taliban auf sie aufmerksam wurden, jagten sie ihr mit gerade mal 15 Jahren eine Kugel in den Kopf.

Doch aufgehalten hat sie das nicht. Es folgte das Buch dieser unglaublichen Lebensgeschichte, ein Film und 2014 dann auch der Friedensnobelpreis. Zu diesem Zeitpunkt ist Malala 17 Jahre alt!

Ich muss sagen, ich bin schwer beeindruckt. Es zeigt, dass die Stimme von einzelnen gehört werden kann. Es zeigt, dass es sich immer lohnt für das Gute zu kämpfen und vor allem zeigt es, wie wichtig Bildung ist!

Doch um die Welt wirklich verbessern zu können, braucht es mehr als ständigen Wissensdurst. Es braucht auch den Mut, sich für eine Sache einzusetzen, stark zu machen und die Stimme zu erheben…denn wie einst Yoda schon sagte:

„Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite.

Furcht führt zu Wut…Wut führt zu Hass… Hass führt zu unsäglichem Leid.”

Deswegen finde ich es wunderbar, dass wir heute durch die sozialen Medien auch so leicht mitteilen können, wenn uns etwas nicht passt. Gelegentlich wünschte ich mir nur, dass dies auch mehr Menschen tun würden…

Malala zitiert dazu in ihrem Buch Martin Niemöller

„Zuerst kamen sie und holten die Kommunisten. Ich sagte nichts, weil ich kein Kommunist war. 

Dann kamen sie und holten die Sozialisten. Ich sagte nichts, weil ich kein Sozialist war. 

Dann holten sie die Gewerkschaftler, und ich sagte nichts, weil ich kein Gewerkschaftler war. 

Dann holten sie die Juden. Und ich sagte nichts, weil ich kein Jude war. 

Dann holten sie die Katholiken. Und ich sagte nichts, weil ich kein Katholik war. 

Schließlich kamen sie und holten mich. Doch es war niemand mehr da, der für mich hätte eintreten können.“

Bei den heutigen Nachrichten, möglicher Genozid in Myanmar, Trumps Wahn, brennende Asylantenheime, sonstige Verfolgungen von Minderheiten, könnte man meinen wir haben aus alle dem nichts gelernt…

Aber ganz so ist es nicht! Langsam aber sicher kommt es auch beim Letzten an. Jeder einzelne hat eine große, ständig erweiterbare Macht. Nein…ihr müsst dazu nicht Yoda in den Sümpfen von Dagobah aufsuchen

Es ist schlicht und ergreifend die Macht von Bildung!


↬𝓢𝓿𝒲↫

 

 

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