Erstens kommt es anders…

…zweitens als man denkt 😉

Meine Herren, hab ich jetzt lange nichts von mir hören lassen. Ich muss sagen, das ist auch einfach dem geschuldet, dass mein Leben gerade nicht vor Spannung strotzt. Gesundheitlich angeschlagen, im verschneiten Dorf passiert halt nunmal nicht allzu viel. Aber langsam gehts bergauf und ich hab so das Gefühl, das nach dem nicht ganz so coolen Abgang von 2016, 2017 wieder ein bisschen entspannter und besser wird.

Wenn ich jetzt so in meinem alten Kinderzimmer sitze und beim an die Decke starren so in Gedanken schwelge, fällt mir auf wie irre die letzten 20 Monate waren. Ich denke an das Schnorcheln in Malaysia, als Riesenschildkröten und kleine Haie an mir vorbei geschwommen sind und ein Schwarm blauer Fische meine Haare essen wollten. Ich denke an meine schönen Mittagsstunden beim Imbiss und wie sehr einem eine kleine koreanische Familie ans Herz wachsen kann, wenn diese einem was warmes, leckeres zu essen geben. Ich denke an unseren Guard vorm Appartement-Gebäude, der uns jedes Mal mit einem warmen Lächeln begrüßt hat, wenn wir wieder mit unseren schweren Koffern aus Deutschland zurück kamen. Ich denke daran, dass ich vor einem chinesischen Publikum Klavier gespielt habe. Ich denke an die kreative Zeit mit Femi, das Ballon-Shooting, das Proben für unseren Auftritt in der Q-Bar. Ich denke an die Entdeckungen mit Jeanette und Raffaela.

Ich könnte die Liste ewig weit führen, da die meisten von euch hier aber fleißig mit gelesen haben, möchte ich euch nicht mit den alten Kamellen langweilen….ich wollte nur damit zum Ausdruck bringen…wenn das alles heute gedanklich an mir vorbei zieht, kann ich es jetzt schon nicht mehr glauben das alles selbst erlebt zu haben. Es ist vielmehr ein wahnsinnig abwechslungsreicher und spannender Film der da vor mir abläuft.

Dankbar bin ich, sehr sehr dankbar. Es war großartig!

Ich freue mich aber auch auf die kommende Zeit. Ein neues Kapitel wird aufgeschlagen. Wir hängen immer noch im alten fest und wollen noch nicht so recht los lassen (weshalb ich auch von Mitte Februar bis Ende April nochmal mit Stefan in Tianjin sein werde)…aber das Neue ist schon greifbar.

Und es sieht etwas anders aus, als noch vor gar nicht so langer Zeit geplant. Manche von euch haben möglicherweise bemerkt, das mir München gar ned moi so z’wieder wär. Studieren wollte ich dort eigentlich schon…hat nicht geklappt. Danach habe ich also immer an dem Traum festgehalten, dort einmal zu leben.

Jetzt is a so…

Wir werden doch Schrobenhausener. Bei meiner Suche nach Miet-Wohnungen generell bin ich nämlich auf so ein hammer-mäßiges Schmuckstück gestoßen…da konnten wir fast nicht „nein“ sagen. Der Haken? Kaufen mussten wir sie. Vor Weihnachten hatten wir also noch einiges zu tun. Finanzierung, Besichtigungen, Notar-Termin, bla bla blubb!

Und jetzt heißt es warten. Wir hoffen darauf, dass die Wohnung zu Weihnachten 2017 fertig ist, aller aller spätestens einziehen werden wir dann im März 2018. Gut Ding will halt Weile haben. In der Zwischenzeit kommen wir nochmal im Haus meiner Eltern unter, ab Mai dann auch wieder mit eigener Küche 🙂

Einige meiner Freunde haben mich entgeistert angeschaut…“Du? Nach Schrobenhausen?“ Ja…ich…nach Schrobenhausen. Und ich muss sagen, ich freu mich drauf. Viele meiner Freunde sind ja selbst schon Schrobenhausener geworden und erst am Dienstag saßen ein paar davon und ich im Café und haben uns darüber ausgelassen, wie sauguad des doch werd, wenn man beim Griechen dann einfach noch auf das ein oder andere Glas Wein sitzen bleiben kann, weil niemand mehr Auto fahren muss. Es wird toll…

Und wenn i Minga moi arg vermiss, dann hindert mi a koana dro, das i ins Auto steig und eine fahr!

So jetzt habt’s auch wieder ein kleines Update und i hoff, dass in China dann nomoi a weng spannender werd und wer weiß wie sich der Blog danach dann noch entwickelt.

Bei Zeit muss schließlich unser neues Zuhause eingerichtet werden.

Und das wird bombastisch! Wir ziehen nämlich tatsächlich in ein denkmalgeschütztes altes Stadthaus. Dieses wird kernsaniert und einer der neuen „alten“ Wohnungen wird dann uns gehören. Kaum zu fassen, aber wahr. In unserem Wohnzimmer befindet sich dann übrigens ein Kreuzgewölbe…

und wenn dieser Blog bewegte Bildchen hätte, würde ich meinen Abgang jetzt in der Coolness von Obama ausdrücken…meine Hände dramatisch von den Tasten wegbewegen, den Stuhl im Schwung beim Aufstehen umschmeißen und mit einem letzten Blick auf meinen Laptop folgende Worte von mir geben…

Sandra out!

Er kommt leider nicht wieder, aber hey…ich schon 😉

↬𝓢𝓿𝒲↫

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2 Kommentare zu „Erstens kommt es anders…

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