Fazit unseres chinesischen Urlaub’s

„Ihr seid verrückt“ war die Aussage eines chinesischen Kollegen, als Stefan in der Arbeit erzählte, dass wir über die Golden Week innerhalb China’s Urlaub machen wollen. Ich muss zugeben, mir war beim Buchen auch ein bisschen mulmig und ich hatte Angst…vor Szenen wie dieser hier…

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Mehr Beispiele hier…

Aber Fazit ist…es hat funktioniert!

Was man natürlich NICHT machen darf

  • mit chinesischen Reisegruppen reisen
  • die großen Attraktionen wie die chinesische Mauer oder die verbotene Stadt ansteuern
  • Peking, Shanghai, Hong Kong und so weiter…

Was man durchaus machen kann

  • weg – weit weg von Shanghai und Co.
  • auf’s Land reisen
  • grundsätzlich ruhigere Gegenden anfahren
  • ihr findet eine Ancient Town? Großartig – noch besser findet ihr in unmittelbarer Umgebung deren kleine Schwester..
  • geht in ein Hostel oder ein „Inn“ – Hostelbesitzer haben einfach meist noch richtig Bock euch zu helfen, Ausflüge für oder mit euch zu organisieren
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Zwei alte Naxi-Frauen verkaufen ihre Sonnenblumenkerne – beliebter Snack von Chinesen

Das haben wir getan. Wir wollten in eine der schönsten Provinzen China’s reisen, beim recherchieren habe ich dann relativ schnell herausgefunden, dass Yunnan das sein soll. Weit weg von Peking und Shanghai – Pluspunkt Nummer 1. Außerdem fand ich dann schnell die „kleine Schwester“ Shuhe…Pluspunkt Nummer 2!!! Und so funktioniert es tatsächlich während chinesischer Feiertage in China einen ruhigen, entspannten Urlaub zu machen. Unglaublich, aber wahr!

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Aussicht Yulong Mountain

Was haben wir in Yunnan gemacht?

  • Shuhe Old Town genossen
  • Baisha Zhen – ein noch kleineres altes Dorf, mit erstaunlich viel westlichem Food
  • Tiger-Sprung-Schlucht
  • eine abgekürzte Radtour – ich hasse Radfahren!!!
  • vom botanischen Garten aus den Yulong Mountain bestiegen

Und ich muss sagen, alles war großartig. Und ich kann das Lazy Tiger Inn nur empfehlen!

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Umgebung – alte chinesische Bauernhäuser und immer die Berge im Hintergund
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Ich hasse Radfahren wirklich…
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Aussicht beim Abendessen
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Naxi-Style-Food

Das chinesische Essen in Naxi-Zubereitungsart hat uns insgesamt sehr gut geschmeckt. Man muss dazu sagen, dass Fisch meist die bessere Wahl in China ist. Denn wenn man hier als Bayer Fleisch bestellt wird man eher enttäuscht. Hähnchen-Gerichte bestehen hier hauptsächlich aus Knochen (wir nennen es auch liebevoll „gesprengtes Huhn“)…aber auch die Fischgerichte sind nichts für schwache Nerven…in der Fischsuppe wird nämlich der ganze Fisch gekocht…ich hab die Augen rausgefischt – naja eines hab ich gefunden – und in den Aschenbecher gelegt!

Was das alles ist?

Fisch in säuerlicher Tomatensuppe mit Gemüse und Tofu, Gemüse (Kartoffeln, scharfe Green-Pepper und Aubergine), gebratener Reis – auch Naxi Style (mit Speck, Frühlingszwiebeln, Morcheln…und vielleicht noch viel mehr?!!?) und Gemüsesuppe (in China meist leider nur mit grünem Gemüse)

In dem Restaurant wird es auch noch auf alt-bäuerliche Weise gehandhabt. Ein großer Nebentisch mit Chinesen hat auch Fisch geordert. Die Besitzerin hat der Gruppe den lebenden Fisch vorgehalten, den Preis genannt und als dann das Einverständnis der Kunden kam, hat sie in auf den Boden geschnalzt. Anschließend ging der Angestellte mit dem Fisch nach draußen und begann diesen abzuschuppen. Das ist China! Das ist aber auch irgendwie Landleben und irgendwie erinnert es so doch an die ein oder anderen Großeltern in Good-Old-Bavaria.

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Jetzt rede ich hier auch schon die ganze Zeit von „Naxi“ – aber was bedeutet das eigentlich? Ach wisst ihr was – es gibt so einen schönen Wikipedia-Eintrag darüber – lest selbst!

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Die Wandertruppe – Stefan, Momo, Li Ping und Nemo

Zu dem Ausflug gibt es auch noch eine nette Anekdote. Momo’s Sonnenbrille ist in eine kleine „Schlucht“ gefallen. Es war ihre Lieblings-Sonnenbrille und anscheinend auch gar nicht mal so billig…die Chance für Stefan sich zum Held des Tages zu machen. Er hat die Sonnenbrille gerettet und Momo hat uns in ihrem gebrochenen englisch versichert, dass sie dafür was für uns kocht. In China heißt das – meine Mutter wartet zu Hause auf uns, ich rufe sie an, dass sie einfach ein bisschen mehr kocht!

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Momo’s Mutter – quasi ihr persönlicher Joker

img_8512Ich würde jederzeit wieder in eine von China’s wundervollen Provinzen reisen und dort einen etwas anderen, mit Sicherheit auch aktiveren Urlaub genießen!

PS: Der ein oder andere könnte von scharfem Straßen-Tofu oder Granatapfel-Saft Durchfall mit üblen Bauchkrämpfen bekommen…zum Glück haben Hostel-Besitzer auch immer die passende Medizin im Haus…

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↬𝓢𝓿𝒲↫

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